Sie wissen zu viel über Ihren Entwurf.
Wie finden Sie heraus, was bei anderen ankommt? Ohne Labor, ohne Budget, in zehn Minuten.

Eine Bäckerei-App, Startscreen
Fiktives Beispiel. Foto: 3268zauber, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons
5 Personen, je 5 Sekunden
Worum geht es? 4 von 5: Brötchen vorbestellen
Was kann man hier tun? 1 von 5: bestellen. 3 von 5: wissen es nicht
Was ist hängen geblieben? das große Foto, die Öffnungszeiten
Fazit: Die Botschaft kommt an, die Handlung nicht.
1. Ziel festlegen: Was soll ankommen? Ein Satz.
2. Zeigen: den Screen genau 5 Sekunden, dann ausblenden.
3. Fragen: Worum geht es? Was kann man hier tun? Was ist Ihnen aufgefallen?
4. Wiederholen: mit mindestens fünf Personen, die den Entwurf nicht kennen.
5. Vergleichen: Antworten zählen, mit dem Ziel abgleichen, ändern, neu testen.
Und jetzt Sie.
Zwei Screens, je fünf Sekunden
Sie sehen einen Screen genau 5 Sekunden.
Danach schreiben Sie still auf: Worum geht es? Was kann man hier tun? Was ist Ihnen aufgefallen?
Dann vergleichen Sie zu zweit.
Gleich fünf Sekunden. Bereit?

Schreiben Sie auf.
Gleich fünf Sekunden. Bereit?

Schreiben Sie auf.
Vergleichen Sie zu zweit.

Und, kam es an?
linear.app, Screenshot 2026

Und, kam es an?
toogoodtogo.com, Screenshot 2026
Präferenztest
Zwei Varianten, eine Frage: Welche bevorzugen Sie, und warum?
Variante A
Variante B
Welche würden Sie nutzen? Und warum?
Im eigenen Team testen, mit Leuten, die den Entwurf kennen
»Gefällt es Ihnen?« fragen statt »Worum geht es?«
Suggestivfragen: »Haben Sie den Button gesehen?«
Den Screen zu lange zeigen: Dann wird gelesen, nicht wahrgenommen
Präferenz ohne Begründung sammeln
Fünf Antworten für eine Statistik halten: Es sind Hinweise, keine Beweise
Früh im Entwurf: Funktioniert die Hierarchie schon als Skizze?
Vor dem Crit: Kommt an, was Sie zeigen wollen?
Im Projekt: zwischen zwei Varianten entscheiden, mit Gründen
Merksatz
Testen Sie mit Menschen, die Ihren Entwurf nicht kennen. Fünf Sekunden, fünf Personen, drei Fragen.
Danke für's Mitmachen