Dieser Kurs dreht sich um die klassischen Grundlagen der visuellen Gestaltung: Punkt, Linie, Fläche, Farbe und Form. Nagut, vielleicht kommt noch ein bisschen Typographie, Animation und Interaktion dazu, doch im Kern werden wir uns auf die basalen Elemente reduzieren. Zur gestalterischen Auseinandersetzung nutzen wir in diesem Kurs Algorithmen. Das macht Spaß, ist sehr interessant, fordert heraus, trainiert sowohl Gestaltungs- als auch Coding Skills und führt manchmal zu Lösungen und Ergebnissen, mit denen man anfangs überhaupt nicht gerechnet hätte.
Die erste Woche gibt Raum für die Auseinandersetzung mit grundlegenden gestalterischen Fragestellungen und Themen wie Bildorganisation, Verdichtung und Auflösung, Figur und Grund, Ordnung und Unordung, Farbe, Form, Ausrichtung, Symmetrie, Textur, Permutation, etc. Alle Kompositionen werden algorithmisch mit sehr einfachen Elementen wie Punkten oder Linien erzeugt. Dadurch findet automatisch eine Auseinandersetzung mit den Gestaltungsparametern der jeweiligen Elemente statt. Diese Parameter, wie Position, Größe, Ausrichtung, Tonwert, werden dann systematisch variiert und später an verschiedene Eingabequellen gebunden.
In der zweiten Woche spielen Eingabequellen und externe Datenquellen eine zunehmend größere Rolle, verbunden mit der Frage, wie sich mit den jeweiligen Eingabewerten interessante und vielleicht auch nutzbringende Kompositionen erzeugen lassen.
Die folgenden Learning Outcomes werden adressiert:
Die Teilnehmer*innen des Kurses können eigene Konzepte und Code für regelbasierte und generierte Artefakte analysieren und entwickeln, indem sie
so dass sie Generative Gestaltung im Entwurfsprozess nutzen zu können.
Wir legen am ersten Tag direkt los. Somit ist es unabdingbar, dass Sie sich und ihr Arbeitsgerät ein wenig vorbereiten.
Im Kurs nutzen wir p5.js als Javascript Library. Somit sollte Ihre Editor/ IDE idealerweise Code Coloring für Javascript unterstützen. Code Completion ist auch praktisch und für verschiedene Editoren wie Atom oder Visual Studio Code verfügbar.
P5 ist eine Javascript Library. Daher sind Kenntnisse in dieser populären Scriptsprache äußerst praktisch. Eine der aktuell besten Dokumentation dazu, ist die JavaScript — Dynamic client-side scripting des Mozilla Developer Networks.
Daniel Shiffmann stellt eine wirklich schöne Tutorialserie zum Thema Code! Programming with p5.js auf Youtube bereit. Diese richtet sich eigentlich an absolute Programmiernovizen, aber wegen des hohen Unterhaltungswertes von Daniel ist die Serie uneingeschränkt zu empfehlen!
Vom gleichen Autor gibt es das Buch The Nature of Code, was für einen äußerst günstigen Kurs als E-Book erhältlich ist. Dies führt als Vorbereitung sicherlich schon etwas zu weit, ist aber trotzdem sehr interessant und inspirierend.
Last but not least ist das Buch «Generative Gestaltung» und die zugehörige Website von Benedikt Groß, Hartmut Bohnacker, Julia Laub und Claudius Lazzeroni absolut empfehlenswert. Auf der Website gibt es jede Menge gute Beispiele und den dazu gehörigen Code. Das Buch ist bei uns in der Bibliothek mehrfach vorhanden.
Für die einzelnen Aufgaben liegt ein Startercode Paket im CoCo Gitlab. Dieses bitte forken und clonen.
Die Vorlage für die Case Study Website folgt in Kürze.
01 // Kurze Einführung in den Kurs und ins Startercode Repo.
02 // Demo des Startercode Repos.
03 // Lösung der ersten Aufgabe.
Dieser Kurs ist unbenotet. An die Stelle einer Note tritt Feedback: meines, das ihrer Kommiliton:innen, und ihres an sich selbst.
Ich begleite seit über zwanzig Jahren gestalterische Entwürfe und habe in dieser Zeit tausende Arbeiten gesehen. Mein Feedback ist deshalb nicht beliebig, sondern fundiert, und ich gebe es gerne. Aber meine Zeit für ihre Arbeit ist begrenzt, und sie gehört denjenigen, die sie aktiv abrufen.
Was sie aus diesem Kurs mitnehmen, hängt weniger davon ab, was ich ihnen gebe, als davon, was sie sich holen. Fragen sie aktiv, zeigen sie früh, holen sie sich Reaktionen ein, untereinander und bei mir. Studierende, die das tun, lernen in diesen zwei Wochen erfahrungsgemäß deutlich mehr als jene, die auf den richtigen Moment warten.
Ein Hinweis zur Verfügbarkeit: Mein Feedback gibt es im Kurs, in Präsenz, wenn wir gemeinsam im Raum sind. Asynchrone Betreuung nach Kursende kann ich in der Regel nicht leisten. Nutzen sie also die Zeit, die wir miteinander haben.
Die Sessions finden überwiegend vor Ort statt. Im Zeitplan finden Sie Infos zu den Sessions und dem Ort, an dem sie statt finden. Zur Laufzeit der Veranstaltung gibt es einen Mattermost Kanal, der für Fragen, Anmerkungen u.v.m. genutzt werden kann.
Die grundlegenden Informationen zum Kurs finden Sie auch in der Kursbeschreibung zum Modul.
Der Kurs ist Teil des Moduls «Designing Futures 2». Weitere Informationen zum Modul finden Sie in der Modulbeschreibung.
Wir nutzen im Kurs p5.js und somit im Wesentlichen Javascript. Warum? Es ist recht einfach (am Anfang), weit verbreitet, gut dokumentiert und vor allem: wir können unsere Ergebnisse direkt im Web-Browser ausführen und somit auch direkt publizieren. Gute Sache!
Folgende Links könnten Ihnen hier helfen: