Den Abschluss des Moduls bildet der gemeinsame Rundgang am Vormittag des letzten Modultags. Alle Studierenden präsentieren ihr Artefakt in einer kurzen, persönlichen Vorstellung: Sie zeigen es live, demonstrieren die zentralen Interaktionen und ordnen in wenigen Sätzen ein, worum es geht und welchen Weg Sie dorthin genommen haben. Der Rundgang ist verbindlicher Teil der Prüfung. Er ist die letzte Probe Ihrer Vermittlungsfähigkeit, diesmal nicht über die Website, sondern im direkten Gespräch. Und er macht den Jahrgang als Ganzes sichtbar: Sie sehen, was an Ihrer Seite entstanden ist, und Sie sehen Ihre eigene Arbeit im Kontext der anderen.
Bereiten Sie den ersten Satz vor. Mit welchem Satz steigen Sie ein, sodass die Zuhörenden in fünfzehn Sekunden wissen, worum es geht? Dieser Satz ist wichtiger als alle weiteren.
Lassen Sie das Artefakt sprechen. Reden Sie nicht über das Artefakt, während es nicht läuft. Starten Sie es früh, zeigen Sie die Interaktion, kommentieren Sie währenddessen.
Halten Sie den Rahmen knapp. Zwei bis drei Minuten reichen. Lieber einen Punkt klar setzen als drei Punkte halb. Nennen Sie eine bewusste Entscheidung. Welche gestalterische oder algorithmische Entscheidung war für das Artefakt zentral, und warum? Das ist meistens das, was im Gedächtnis bleibt.
Erwähnen Sie eine Sackgasse. Eine Vorstufe, die Sie verworfen haben, und der Grund dafür. Das macht den Weg sichtbar und nimmt der Vorstellung den Hochglanz.
Testen Sie die Technik vorher. Sketch laufen lassen, Auflösung prüfen, Soundpegel checken, Kabel mitbringen. Technische Pannen kosten Zeit und nehmen die Aufmerksamkeit weg vom Artefakt.
Bleiben Sie bei Fragen ruhig. Es ist nicht schlimm, wenn Sie auf eine Frage keine fertige Antwort haben. «Darüber habe ich noch nicht nachgedacht, aber spontan würde ich sagen…» ist eine vollwertige Antwort.
Hören Sie den anderen zu. Der Rundgang ist auch für Sie ein Lernformat. Was funktioniert bei den anderen, was nicht, und warum? Diese Beobachtungen sind oft der bleibendste Teil des Tages.